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| VIII.
Segelflug-Weltmeisterschaft |
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Vierzig Jahre nach dem ersten Segelflugwettbewerb und 23 Jahre nach der
ersten Segelflugweltmeisterschaft in der Rhön wurde in Deutschland wieder
eine Segelflugweltmeisterschaft ausgetragen. Die Wettbewerbe begannen 1922
in Itford Hill, dann 1925 auf der Krim und 1928 in Vauxhill. Als die USA den
nächsten Wettkampf ausrichteten, schaffte Wolf Hirth bei wolkenlosem Himmel
einen Thermikflug. Im September 1935 fand das internationale Segelfluglager
auf dem 3400 m hohen Jungfrauenjoch statt. Auf der Wasserkuppe1937 traten
Segelflieger aus sieben Nationen zum Wettbewerb an.
Nach dem Krieg
begannen die Segelflugwettbewerbe im Engadin. Seit dem trafen sich die
Segelflieger der Welt alle zwei Jahre um ihr Können auf internationalem
Niveau zu prüfen. Und so fanden vom 4. bis 19. Juni 1960 in Köln auf dem
Butzweilerhof die VIII. Segelflugweltmeisterschaft statt. Wie schon 1958
sollte auch diesmal in der Offenen und in der Standard-Klasse geflogen. Die
Offene Klasse besagt, dass Flugzeuge mit allen technischen Rafinessen
geflogen werden können, wobei in der Standard-Klasse nur Maschine geflogen
werden die eine maximale Spannweite von 15 m, kein Einziehfahrwerk sowie
keine Profilveränderungen vorweisen. Auch Funkgeräte sind verboten.
Die Weltmeisterschaft in Köln bildete den Auftakt zur neuen
Ära des Kunststoffes im Segelflugzeugbau.
Veranstalter: Deutscher Aeroclub
- unter tatkräftiger Mitwirkung der Kölner Luftsportvereine.
Schirmherr: Dr. Konrad Adenauer - Bundeskanzler der
Bundesrepublik Deutschland. |
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Der belgische Kommandant stellte für die Dauer der
Veranstaltung das Rollfeld samt Tower und einigen Büroräumen zur Verfügung.
Die Bundeswehr half mit 25 Flugzeugen vom Typ Dornier Do 27 mit
Schleppkupplungen zum Anschleppen der Segelflugzeuge. Außerdem überließ sie
den Organisatoren drei Hubschrauber und drei Entfernungsmesser. Dazu kamen
Bedienungspersonal und technisches Personal.
Der britische Kommandant
unterstützte die Segelflieger mit der Bereitstellung eines Speisesaals für
500 Personen sowie einer modern eingerichteten Küche.
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| Der belgische Tower in den 90er Jahren |
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Royal Air Force (R.A.F.) und
Bundesluftwaffe stellten auch Unterkunftsbaracken für 500 Teilnehmer und Helfer
zur Verfügung. Die Küche war
rund um die Uhr besetzt. Für die Bedienung wurden 20 Studentinnen der Kölner
Universität verpflichtet, die sich mit den meisten Teilnehmern in der
jeweiligen Landessprache verständigen konnten.
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Einmarsch der internationalen Mannschaften bei wolkenlosem Himmel. |
Die Blaskapelle spielt zur Eröffnung |
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Gleichzeitig mit dieser Weltmeisterschaft fand in
Köln die Tagung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt statt, die
sich mit den technischen Aspekten des Segelflugsports beschäftigt.
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In der
Offenen
Klasse trafen sich 20 Teilnehmer aus 15 Nationen, in der Standardklasse 35
Teilnehmer aus 22 Nationen. Bereits fünfzehn
Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges fanden sich in Deutschland also wieder
Sportler aus allen Teilen der Welt zusammen. Dazu gehörten auch drei
Israelies. Liest man heute (2010) Berichte, die das Zusammentreffen von
israelisch/jüdischen Staatsbürgern und Deutschen in dieser Zeit beschreibt,
könnten die drei Sportler nur mit großem Wiederstand nach Deutschland
gefahren sein. |
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Niels Sejstrup
Dänemark |
Harald W. Jensen
Dänemark |
Jorgen A. D. Friis
Dänemark |
Ernst-Günter Haase
Deutschland |
Hans Böttcher
Deutschland |
Heinz Huth
Deutschland |
Jorma Jalkanen
Finnland |
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Olavi Rautio
Finnland |
Harald Tandefelt
Finnland |
Camille Labar
Frankreich |
Jacky Lacheny
Frankreich |
Sipko W Andreae
Holland |
Willem Toutenhoofd
Holland |
Frits Seyffer
Holland |
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Leonardo
Brigliadori Italien |
Guido A Ferrari
Italien |
Giancarlo Silva
Italien |
Isamu Oda Japan |
Tor Johannessen
Norwegen |
E Backe-Mathisen
Norwegen |
Johann Fritz
Österreich |
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Hans Resch
Österreich |
Edward Makula
Polen |
Jerzy Popiel
Polen |
Adam Witek
Polen |
Edwin J Harrold
Rhodesien |
René Comte
Schweiz |
Alex Gründisch
Schweiz |
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Alle Bilder der
Teilnehmer sowie deren Namen wurden aus der Flugwelt 1960 Heft 8
abgeschrieben. |
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| Bernhard Müller
Schweiz |
Miguel Ara
Spanien |
Luis Juez
Spanien |
Paul F Bikle
USA |
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| Außerder waren
noch die folgenden Segelflieger (leider kein Bild vorhanden) gemeldet: |
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A.J. Deane-Drummond,
Großbritannien |
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Amos Yardeny,
Israel |
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André Xhaét,
Belgien |
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Claudio Junqueira,
Brasilien |
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Daniel Barbera,
Frankreich |
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Danny Arber,
Israel |
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Eddy van Bree,
Holland |
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George Münch,
Brasilien |
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| Irve Silesmo,
Schweden |
| Joze Mrok,
Jugoslawien |
| Joze Ortner,
Argentinien |
| Julio Artemann,
Argentinien |
| Menahem Bar,
Israel |
| Michel
Marchand,
Frankreich |
| Michelle Doutreloup,
Belgien |
| Nicolas Goodhart,
Großbritannien |
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Per-Axel Persson, Schweden |
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Porhallur Filipusson,
Island |
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Richard E. Schreder,
USA |
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Richard H. Johnson,
USA |
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Robert S. Rowe,
Australien |
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Rudolpho Hossinger,
Argentinien |
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Sven Ingvar Johnsson,
Schweden |
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Toni Gaze,
Australien |
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Tony Goodhart, Großbritannien |
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Folgende Segelflugzeuge waren an der Segelflugweltmeisterschaft
beteiligt: |
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Breguet 901 |
Olympia 419 |
| Breguet
905 |
Phönix T |
| E/C 39
Uribel |
PIK 3c |
| Elfe |
RHJ.5 |
| HP 8 |
SGS-1423H |
| HP 9 |
Skylark 2 |
| Ka 6 |
Skylark 3 |
| Ka 6 B |
Skylark 3b |
| Ka 6 B |
Skylark II |
| Ka 6 B |
Standard Austria |
| Ka 6 BR |
SZD-Folio |
| Kg 5 BR |
SZD-Zefir 2 |
| KG 6 BR |
Weihe |
| M 100-S |
Zugvogel III |
| Meteor
60 |
Zugvogel IV |
| Mucha
Standard |
Zugvogel IVa |
| Olympia |
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| Vier der 25 Schleppflugzeug Dornier Do 27
die von der Luftwaffe gestellt wurden. |
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| Das Briefing fand
in der Flugzeughalle direkt neben dem Tower statt. |
| In gewissem Umfang konnten die Piloten ihre
eigene Startzeiten fest-legen. Sie hängten ihre Startnummern auf der
linken Seite auf und wurden dann über die hier rechts gezeigte
Tafel zum Start gerufen. |
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4. Juni 1960
– Erster Wettbewerbstag
Die Aufgabe des ersten Wettbewerbstages war ein Flug vom
Butzweilerhof nach Koblenz und zurück mit Geschwindig-keitswertung.
Von den 55 gestarteten Flugzeugen erfüllten 49 die Tagesaufgabe.
Nach dem ersten Start um 12:30 Uhr flog ein Flugzeug nach dem
anderen über die Startlinie mit Kurs Koblenz. Nach nur 2 Stunden
überflogen Makula und Popel (beide Polen) mit ihren schnellen
Maschinen vom Typ Zefir über die Ziellinie. Ihnen folgte nach 12
Minuten Richard E. Schreder (USA) mit seiner HP 9.
In der Tageswertung führte Johann Fritz
(Österreich), gefolgt von Adam Witek (Polen) und Luis Juez
(Spanien).
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5. Juni 1960
- Pfingstsonntag
Bedingt durch die schlechte Wetterlage mit starker Bewölkung und
Wärmegewittern gelang es keinem der Piloten den festgelegten
Dreieckskurs zu absolvieren. Ein Cumulus-Nimbus zwang außerdem alle
Piloten zur Landung. Auf Grund dieser Umstände wurde der Tag nicht
gewertet.
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| Polnisch-englischer Erfahrungsaustausch
während der Segelflugweltmeisterschaft 1960 auf dem Butzweilerhof. |
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6.Juni 1960
– Pfingstmontag
An diesem Tag war ein Streckenflug Köln – Kiel-Holtenau
angesetzt. Obwohl das Wetter am Morgen keine günstige Thermik
versprach, gingen die Sportler dann doch in die Luft.
Gegen 18:00
Uhr meldete sich die Spitzengruppe aus dem Raum Elmshorn/Itzehoe. Um
diese Zeit fehlte allerdings die Meldungen der drei polnischen
Piloten. Wie sich heraus stellte, waren auch Sie im Raum Elmshorn
gelandet, waren bei ihren Flugzeugen geblieben und hatten Passanten
gebeten in Köln anzurufen. Die hatten die Bitte aber nicht erfüllt.
Am Abend hatten 25 Teilnehmer mehr als 300 Kilometer zurück
gelegt, sieben Maschinen schafften zwischen 200 und 300 km, 18
Piloten schafften 100 – 200 km zu fliegen und nur fünf konnten
weniger als 100km zurück legen.
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7. Juni 1960
- Rückholung
Da die Maschinen am Vortag fast alle weit im Norden gelandet waren, wurde der
7. Juni genutzt um die Maschinen zurück nach Köln auf den Butzweilerhof zu
holen und sich auf die nächsten Prüfungen vorzubereiten. Dabei
wurden natürlich reichlich Erfahrungen ausgetauscht und
Freundschaften geknüpft.
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| Menahem Bar (Israel) laßt sich von Frau
Schreder die HP-8 erklären. |
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8. Juni 1960
– Badeflug an die Ostsee
Der fünfte Tag der Segelflug-weltmeisterschaft
sollte die Teilnehmer an die Ostsee führen. Von 54 gestarteten
Segelfliegern flogen 49 Maschinen bis über Hamburg hinaus. Von
diesen 49 Maschinen schafften es 19 Segelflieger sogar bis Fehmarn.
Bei Puttgarden trafen sich dann 17 der 49 Piloten: Edward Makula
(Polen), Jerzy Popiel (Polen), Adam Witek (Polen), Ernst-Günter
Haase (Deutschland), Heinz Huth (Deutschland), Joze Mrok
(Jugoslawien), Richard H. Johnson (USA), Johann Fritz (Österreich)
und Nick Goodhart (Groß-britannien).

Allerdings wurde Richard E. Schreder (USA)
vermisst. Er hatte sich an der Küste verflogen und war in der Nähe
von Grevensmühlen in der Sowjetzone gelandet. Die dortigen Behörden
machten ihm aber, auch dank der Führsprache des polnischen Teams, keine
Schwierigkeiten bei der Rückkehr. |
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An diesem Tag fiel besonders die Teamwork der
polnischen Mannschaft auf. Die polnischen Piloten flogen immer
zusammen und verfügten dabei ständig über eine saubere Funkleitung.
Auch wurden die Maschinen ca. 3 Stunden nach der Landung auf Fehmarn
von den Rückholwagen aufgeladen und noch in der Nacht zurück nach
Köln gebracht. Bei einer reinen Fahrzeit Köln – Fehmarn von ca. 6
Stunden, waren sie also schon lange vor den Fliegern losgefahren.
9. und 10. Juni 1960
– Ruhetage
Der 9. Juni wurde genutzt um die Segelflugzeuge von Fehmarn zurück
zu holen. Leider war Aeolus – der Gott der Winde – den Fliegern am
siebten Tag nicht zugeneigt - es regnete in Strömen.
So wurden
beide Tage als Ruhetage genutzt. |
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11. Juni 1960
–
Karlsruhe - Forchheim
Für den 11. Juni schrieb die Wettbewerbsleitung
einen Streckenflug Karlsruhe - Forchheim aus. Allerdings war
das Wetter sehr schlecht. Ab Mittag fing es sogar an zu
regnen. So "soffen" alle Teilnehmer ca. 20 km südlich von Köln ab.
Nur drei Piloten schafften es sich durchzuschlagen: Huth (58 km),
Goodhart (97 km) und Jensen bis Eschhof (108 km).
Allerdings
bestimmt der Code Sportif der FAI, dass mindestens zwei Teilnehmer
pro Gruppe über 50 km schaffen. Da Huth nur noch alleine für die
Standad-Klasse flog, wurde der Wettbewerb trotz der hervorragenden
Leistung der Piloten nicht gewertet.
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12. und 13. Juni 1960
–
Ruhetag
14. Juni 1960
–
Zielflug nach Oerlinghausen
Morgens kühl - dann schnelle
Erwärmung mit Cu-Bildung. Für den Zielflug nach Oerlinghausen war
auch eine Geschwindig-keitswertung angesagt.
Nur vier der
Teilnehmer schaffen es nicht bis Oerlinghausen. Das entspricht einem
beachtlichen Leistungsgrad von 93%.
Auf Grund der guten
Leistungen der drei Polen spricht man bereits von einem nicht mehr
einzu-holenden Sieg der Polen. Aber die Weltmeisterschaft war noch
nicht zu Ende.... |
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15. Juni 1960
–
Dreiecksflug Köln - hamm - Hirzenhain - Köln
Geschwindigkeitsmessung bei guter Thermik.
Bis zum ersten
Wendepunk tüber Hamm verliefen die Flüge ohne Problem. Erst im
zweiten Abschnitt Hamm -> Möhnetalsperre mußten viele der Sportler
runter. Als erster erschien Huth wieder auf dem Butzweilerhof.
Direkt dahinter Goodhart der fast schon in Bodennähe einflog und es
mit letztem Schwung über die Ziellinie schaffte.
Als dritter und
letzter kam der Schwede Sejstrup zurück auf den Platz. |
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16. Juni 1960
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Dreiecksflug Köln - Dahlemer Binz - Hummerich - Köln
Nach der Startfreigabe teilte sich das Feld sehr schnell. Allerdings
mußten bereits 27 Maschinen vor der ersten Zielmarkierung landen.
Viele der Maschinen versuchten am selben Tag einen zweiten Start.
Zwischen dem ersten und dem zweite Zielpunkten mußten dann noch
einmal 16 Maschinen landen und es kamen nur noch11 Segelflugzeuge
über Hummerling hinaus.
Auf dem dritten Abschnitt - dem Rückflug
nach Köln - müssen vom Rest noch acht Piloten runter.
Zum Schluß
haben es nur drei Piloten geschafft: Witek, Münch und Huth.
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Für Huth - einen Altmeister des
Segelflugs - war das der schwerste Flug seines Lebens. An einer
Stelle mußte er zentimeter-weise kurbeln um eine günstige Thermik zu
erreichen. Als er ausstieg war er sehr erschöpft. Aber dieser
Flug machte ihn zum Weltmeister und war somit die Krönung seines
fliegerischen Lebens. |
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17. Juni 1960
–
100 km Dreiecksflug
Am letzten Tag der VIII.
Segelflug-weltmeisterschaft sollte ein Dreieckskurs zwei Mal
umrundet werden. Auf Grund des schlechten Wetters konnten die
Maschinen die Platzgrenzen kaum überfliegen.
Aus diesem Grund
wurde auch dieser Tag nicht gewertet.
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Links:
Während der VIII.
Segelflugwelt-meisterschaft vom 04. bis 19. Juni 1960 auf dem Butzweilerhof waren
besonders die polnischen Segelflugzeuge von den Zuschauern umlagert.
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Deckblatt des
Programmhefts der VIII. Segelflugweltmeisterschaft
(als PDF-Datei hier hinterlegt) |
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Die teilnehmenden internationalen Mannschaften
haben zusammen mit ihren Nationalfahnen Aufstellung genommen. Dahinter, auf
der Rollbahn die aufgereihten Segelflugzeuge aus 22 Nationen. |
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Ministerialdirigent Heinz Kallus und Ministerialrat Kreipe vom
Bundesverteidigungsministerium |
Adam Witek
unterhält sich mit einer Dame aus dem Informationszelt. |
| Otl. Schmitt vom
Bundesverteidigungsministerium u. General a. D. Dinart (Stukapilot
u. Segelflieger) |
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Sieger der VIII.
Weltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof in der Standard-Klasse waren:
1. Platz GOLD Heinz Huth
2. Platz SILBER George Münch
3. Platz
BRONZE Adam Wjtek |
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Sieger der VIII.
Weltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof in der Offenen-Klasse waren:
1. Platz GOLD Rudolpho Hossinger
2. Platz SILBER Edward Makulla
3. Platz BRONZE Jerzy
Popiel |
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Der Siegerpokal
der VIII. Segelflugweltmeisterschaft von 1960 in Köln auf dem Butzweilerhof. |
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Gold-, Silber- und
Bronzemedaillen der Segelflugweltmeisterschaft 1960 Köln. |
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Was ist
geblieben?
Als
Erinnerung an die Segelflugweltmeisterschaft 1960 wurden in den
nachfolgenden Jahren insgesamt zehn "Kölner Segelflugwochen" auf dem
Butzweilerhof durchgeführt. Das wird in einem späteren Kapitel behandelt.
Die
Unterkunftsgebäude der Segelflieger wurden in den 80er Jahren abgerissen.
Der Speisesaal, der bis 1994 das Luftfahrtmuseum Butzweilerhof beherbergte,
wurde 2007 für ein Möbelzentrum abgerissen. Der Tower des Butzweilerhofs
sowie ein paar Flugzeughallen stehen noch. Die großen Glasfenster des Towers
wurden nach und nach eingeschlagen, die Flugzeughallen auf dem Gelände des
Coloneums werden heute als Lagerhallen genutzt. Die Rollbahn wurde durch den
Bau der Hugo-Eckener-Straße zerschnitten und um 2003 durch den Bau von
Bürohäusern der Stadtsparkasse Köln und Netcologne sowie des Großmarktes
"Fegro" abgerissen bzw. überbaut. |
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| Rechts:
2007 - Der belgische Tower
des Butz. Die großflächigen Fenster wurden mit Platten abgedichtet. Dahinter, auf dem Gelände des Coloneums, die
Flugzeughalle in der das Briefing der internationalen Segelflugteams statt
fand. |
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Links:
Das ehemalige Mittelstück der ursprünglich
britischen Rollbahn.
Der rechte Bildteil wurde um 2008 durch den
Büro-Gebäudekomplex Butzweiler Stern überbaut, das Betonstück vor der
Hugo-Eckener-Straße wird heute als Parkplatz genutzt. |
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