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| 1960 - 1970 - 1980 - 1990 - 2000 - UPDATES | |||||
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| Flugschüler Manfred von Richthofen in Köln | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wie
Manfred von Richthofen "Der rote Baron" in seinen Memoiren
beschrieb, hatte er seine ersten Flugerlebnisse in Cöln als
Leutnant bei der Fliegerstation Cöln auf dem Butzweilerhof
. Hier absolvierte er von Montag, 07. Juni 1915 bis 10. Juni 1915 einen einwöchigen Lehrgang in der Fliegerersatzabteilung 7 (FEA 7) mit ca. 30 anderen Kadetten eine Ausbildung zum Flugbeobachter. Eine Woche vorher, am 03.06.1915, war der Flugschüler Werner Voß als Kriegsfreiwilliger hier bei der Fliegerersatzabteilung 7 eingetroffen. Werner Voß, das spätere Luftass, diente auf dem Butzweilerhof im Februar 1916 sogar als Fluglehrer. Einer seiner Kameraden ist auch Gerhard Fieseler, der sich später als Flugzeugkonstrukteur und Kunstflieger einen Namen machte und den Butz danach auf Flugtagen noch oft besuchte. |
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Etwa
drei Wochen vorher begann mein Großvater Leo Müller
auf dem Butzweilerhof seine militärische Karriere mit
der fünfwöchigen
Grundausbildung.
Danach absolvierte er einen technischen Lehrgang und reparierte
in Fliegerstation noch eine zeitlang Flugzeugmotore. In dieser
Zeit muß er die drei Leutnants von Richthofen, Voss und Fieseler
gesehen haben. Nur waren diese Herren zu dieser Zeit noch unbekannt. Leider
kann ich Ihn dazu nicht mehr befragen.....
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Die
ersten Augenblicke in der Luft beschreibt Richthofen in seinem
Buch, das ich hier mit freundlicher Genehmigung des Ullstein-Verlages
zeigen darf. Bei
dieser Ausgabe handelt
es sich um eine seltene Ausgabe von 1917. Diese Erinnerungen
wurden später noch einmal im 3. Reich mit einem Vorwort
von Herman Göring verlegt. Bei diesen Ausgaben wurden
aber Hinweise auf jüdische, deutsche Soldaten gelöscht. Leider
ist nichts mehr über die Kölner Zeit des damals noch
unbekannten Fliegerasses bekannt.
Während dieser Zeit wurde der Ulanenleutnant (Ulane = zur Aufklärung eingesetzte Kavallerietruppe) zum Flugbeobachter ausgebildet. Bei dieser Verwendung beobachtet und notiert der Flugbeobachter die feindlichen Truppen, während sich der Pilot um einen - den Umständen entsprechenden - sicheren Flug kümmert. Lesen Sie dazu auch ein Zitat von Oswald Boelke. Auf dem Butzweilerhof flog Manfred von Richthofen also zum ersten Mal in seinem Leben...... |
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Leider
ist heute nicht mehr genau bekannt wo der Unterkunftsbereich
der Fliegerstation Köln war. Manche Quellen sprechen von Baracken
am Flugplatz, andere von der Unterbringung der
Flugschüler im "Longericher Fort". In der "Suntrop-Chronik
ist nachzulesen "Für die Unterkunft
der Truppe wurden eine Wirtschaftsbaracke, eine Geschäftszimmerbaracke
und zwei Wohnbaracken für Unteroffiziere und Mannschaften
errichtet." Hier ist keine reden von einer
Unterkunft für Offiziere. Leider sind die Ortsangaben nicht immer korrekt. Als Longericher Fort kommen deshalb zwei Forts in Frage: das Fort II und das Fort III. |
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In
Fort IV Bocklemünd waren zu dieser Zeit die Luftschiffer untergebracht,
bis deren Luftschifferkaserne fertig gestellt war. |
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Grundriss
von Fort III In Rot eingezeichnet die Kehlkaserne in der sich der Unterkunftsbereich befand. |
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Um
von Fort II zum Flugplatz zu gelangen mußten die Soldaten
jedesmal durch Longerich fahren. Auf der anderen Seite lag das
Fort III, aber direkt an der Fliegerstation. So ist die Wahrscheinlichkeit
sehr groß, dass die Flugschüler dort untergebracht
waren. Wie
auf dem rechts abgebildeten Foto zu sehen ist, lag das Fort III
in direkter Nachbarschaft zum Butz. Dies erklärt auch die
Formulierung von Richthofen "Wir fuhren ´rüber
auf den Flugplatz". Sie haben also nicht in den Baracken (?)
auf dem Butzweilerhof geschlafen, denn dann wären
Sie zu Fuß gegangen. Auch deutet die Bezeichnung "rüber" auf eine nicht zu große Entfernung hin. Es muss sich also um eine mittlere Entfernung gehandelt haben. Wie auf dem nebenstehenden Luftbild der Fliegerstation sowie des Mengenischer Forts III zu sehen ist, könnte die Entfernung durchaus angemessen für eine Fahrt "rüber auf den Flugplatz" sein. |
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Bitte
bewegen Sie für eine Nahaufnahme den Cursor über das
Bild. |
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Alle
Forts des Kölner Festungsrings wurden in den 20er Jahren
geschleift. Auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters,
Konrad Adenauer, ließ man aber den Unterkunftsbereich der
Forts, die Kehlkaserne stehen. Nach Adenauers Ideen sollten diese
Gebäude im gesamten
neu zu schaffenden Grüngürtel als Vereinsheime bestehen
bleiben. Aber leider wurden in den 60er Jahren viele dieser Kehlkasernen
gesprengt. Dazu gehörten leider auch die Kehlkasernen von
Fort II und Fort III. Ein typisches Stück des Kölner
Kulturverständnisses. |
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| Die drei Forts heute: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Links:: Das Fort III in einer Luftaufnahme der Fliegerstation. In der oberen rechten Ecke die Flugzeughallen des Butzweilerhofs. Die eigentlichen Schulungs- und Betriebsräume sowie die Flugzeughallen I und II liegen ganz rechts außerhalb des Fotos. Da das Betreten des Flugfeldes mit Lebensgefahr verbunden war und somit wahrscheinlich verboten wurde, konnte man diese Gebäude nur über einen Umweg erreichen. Somit ergibt sich eine Entfernung die man per Automobil zurück legen konnte/sollte, auf die aber auch die Entferungsangabe "rüber auf den Flugplatz" zutrifft. |
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Lt.
Werner Dittmann absolvierte die Fliegerschule
ca. ein Jahr nach Lt. Richthofen.
Auch wenn es ab und zu Bruch gab, muß es sich bei
einer der in seinem Fliegeralbum abgebildeten Flugzeuge
um die
Maschine handeln in der
der rote Baron seinen ersten Flug absolvierte. |
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Die
Flugschüler der Fliegerstation Cöln Butzweilerhofs am Lehrflugzeug |
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Abzeichen der Flugbeobachter |
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Natürlich
besuchten die Schüler während Ihre Freizeit Köln.
Dazu hatte sich die Stadt in einem Vertrag mit dem preußischen
Staat verpflichtet, öffentliche Verkehrsmittel zur Fliegerstation
einzurichten. Bei dieser Haltestelle könnte es
sich um die heutige Endhaltestelle der Linie 5 Ossendorf handeln.
Hier, rechts ein Foto aus dem Fotoalbum von Werner Dittmann, das die Straßenbahnhaltestelle am Butzweilerhof zeigt. Mit freundlicher Genehmigung seines Sohns Helge Dittmann www.flieger-album.de |
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Nachdem
aus dem Schüler ein Meister geworden war, stattete er seiner
alten Schule auch Besuche ab. Zumindest zwei Besuche sind bekannt. |
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Dieses
Photo von Oberleutnant Manfred von Richthofen, ist am 1.5.1917
auf dem Butzweilerhof
aufgenommen. Er ist mit seinem Copiloten Lt. Kreft auf dem Weg
von der Front (bei Lille) in das große Hauptquartier im Taunus.
Vorher hatten sich beide in das Gästebuch der
Fliegerstation Cöln
eingetragen. Obl. v. Richthofen schlief hier einige Stunden wegen Kopfschmerzen und trug sich dann, mit Lt. Krefft, in das Gästebuch der „Fliegerstation Cöln“ ein. Anmerkung: Richthofen wurde erst zwei Monate später, am 6. Juli 1917 am Kopf verwundet. Einen Tag später, am 2. Mai 1917 traf Manfred von Richthofen Feldmarschall von Hindenburg und General von Ludendorf. Am folgenden Tag, dem 3. Mai 1917, an seinem 25. Geburtstag, wurde er von Kaiser Wilhelm II empfangen. |
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| Auf dem Rückweg zur Front machte v. Richthofen am 17. Juni 1917 wieder Zwischenstation auf dem Butzweilerhof in Köln. Hier suchte er begabte Pilotenschüler für seine Jasta 11. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die
hier unten abgebildeten Fotos wurden freundlicherweise von Terry
Phillips zur Verfügung gestellt. |
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Übersetzung des
unten abgebildeten Fotos. |
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"Oblt.
d. R. Ludwig Scheffer und Manfred von Richthofen stehen Arm in
Arm vor eine Albatros C. III vor dem Flug nach Courtrai am 17.
Juni
1917. Lt. Scheffer erreichte die Jasta 11 am 12. Juni 1917 und
diente als O. z. b. V. (Offizier zur besonderen Verwendung) bis
zum 18.12., als
er zur FEA 6 versetzt wurde. Scheffer verzeichnet keine Luftsiege." |
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"Rittmeister
Manfred von Richthofen, Jasta 11, vor dem Flug von Köln
nach Courtrai , 17. Juni 1917" |
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Die Fotos wurden an der auf dem Satellitenbild
markierten Stelle gemacht.
Heute erinnert an diese Fliegerstation und den ersten Kölner Flughafen nur noch der ehemalige "Bürgersteig" sowie das Nordtor. |
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Diese
Grafik besteht aus einem Satellitenbild, auf das ein Lageplan der
Fliegerstation (gezeichnet
von Heribert Suntrop) gelegt wurde. So konnte die genaue Lage der
einzelnen Gebäude festgelegt werden.
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